Datenverarbeitung von E-Rechnungen im Programm

Vivien Hemmersbach
Vivien Hemmersbach

SEO und digitales Marketing

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Im letzten Beitrag unserer E-Rechnungsserie ging es um eine grundlegende Frage: Was braucht ein Handwerksbetrieb eigentlich, um E-Rechnungen zu empfangen? Die Antwort darauf ist schnell gegeben: einen geeigneten Rechnungseingang und einen klaren Prozess dahinter. Doch damit ist die Arbeit noch nicht erledigt. Denn sobald eine E-Rechnung im Betrieb angekommen ist, beginnt der eigentlich interessante Teil: Was passiert mit den enthaltenen Daten?

Genau hier liegt ein großer Vorteil der E‑Rechnung und der Grund warum sie eingeführt wurde. Ihre Informationen liegen bereits strukturiert vor und können von einer geeigneten Software direkt verarbeitet werden. Rechnungsdaten müssen dadurch nicht erst mühsam übertragen werden, sondern können unmittelbar für weitere betriebliche Prozesse genutzt werden.

Für einen Handwerksbetrieb bedeutet das: Aus einer eingehenden Rechnung können Daten werden, mit denen weitergearbeitet werden kann. Und genau an diesem Punkt setzt das Programm an. Deshalb sprechen wir in diesem Beitrag über die Vorzüge und Weiterverarbeitung der E‑Rechnungsdaten im Programm. 

Wir wissen: Die E-Rechnung liefert strukturierte Daten

Eine E-Rechnung enthält deutlich mehr als die Information, dass ein bestimmter Betrag zu bezahlen ist. In ihr stecken strukturierte Daten, die für die weitere Verarbeitung genutzt werden können. Dazu gehören beispielsweise:

  • Rechnungssteller
  • Rechnungsnummer
  • Rechnungsdatum
  • Rechnungspositionen
  • Mengen und Beträge
  • Steuerinformationen
  • Zahlungsinformationen
  • Referenzen zu Aufträgen oder anderen Vorgängen

Für eine Software bedeutet das: Die Informationen können direkt aus der E-Rechnung übernommen und für weitere Prozesse verwendet werden.

Genau darin liegt einer der entscheidenden Vorteile der E-Rechnung. Die Daten müssen nicht erst neu erfasst werden. Sie können direkt weiterverarbeitet werden. Damit verändert sich auch die Rolle der Rechnung im Unternehmen. Sie ist nicht mehr nur ein Dokument, das geprüft und abgelegt wird. Ihre Daten können Bestandteil des digitalen Betriebsablaufs werden.

Aus Rechnungsdaten werden Betriebsdaten

Für einen Handwerksbetrieb ist dabei besonders interessant, dass eine Eingangsrechnung selten für sich allein steht. Ein Großhändler liefert Material. Das Material wird für einen bestimmten Auftrag benötigt. Die Rechnung des Lieferanten gehört zu diesem Vorgang und verursacht Kosten. Wenn diese Zusammenhänge in der Software abgebildet werden, kann die Rechnung entsprechend eingeordnet werden.

Aus E-Rechnung → Lieferant → Rechnungsbetrag wird dann beispielsweise:

E-Rechnung → Lieferant → Auftrag → Kosten → Nachkalkulation

Genau diese Verbindung macht die digitale Verarbeitung interessant.

Weniger manuelle Dateneingabe

Je mehr Rechnungen ein Handwerksbetrieb erhält, desto deutlicher wird der Vorteil einer automatisierten Datenverarbeitung.

Bei jeder Eingangsrechnung fallen Informationen an, die für die weitere Bearbeitung relevant sind. Werden diese Daten manuell übertragen, entstehen wiederkehrende Arbeitsschritte und mit jedem zusätzlichen Eingabeschritt auch eine weitere mögliche Fehlerquelle.

Eine Software kann diese Arbeit deutlich reduzieren. Die relevanten Rechnungsdaten werden übernommen und stehen für die weitere Bearbeitung zur Verfügung. Mitarbeiter müssen dadurch weniger Informationen mehrfach erfassen und können sich stärker auf die eigentliche Prüfung und Freigabe konzentrieren. Das spart nicht nur Zeit. Es sorgt auch dafür, dass Informationen schneller dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Die nächste Stufe: Die Rechnung automatisch dem richtigen Auftrag zuordnen

Besonders interessant wird die Datenverarbeitung dann, wenn die Software nicht nur erkennt, was auf einer Rechnung steht, sondern auch, wo die Rechnung im Betrieb hingehört.

Genau hier kommt beim Programm künstliche Intelligenz ins Spiel.

Die KI-gestützte Eingangsrechnungserkennung kann relevante Informationen aus Eingangsrechnungen erfassen. Dazu gehören etwa 

  • der Lieferant, 
  • die Rechnungsnummer 
  • sowie Netto- und Bruttobeträge.

Noch wichtiger für den Handwerksbetrieb ist jedoch die Zuordnung. Enthält eine Eingangsrechnung eine Auftragsnummer, kann die KI den passenden Auftrag erkennen und die Kosten automatisch diesem Auftrag zuordnen. Damit muss ein Mitarbeiter nicht jede Rechnung zunächst manuell dem richtigen Vorgang zuweisen. Auf diese Weise kommt die Rechnung nicht einfach nur im System an, sondern sie findet automatisch ihren Platz im korrekten Zusammenhang.

Ein Beispiel aus dem Handwerksalltag

Nehmen wir einen SHK-Betrieb, der gerade ein Mehrfamilienhaus saniert.

Für den Auftrag werden bei einem Großhändler verschiedene Materialien bestellt. Nach der Lieferung stellt der Großhändler eine E-Rechnung aus. Die Rechnung enthält die relevanten Rechnungsdaten und eine Referenz zum entsprechenden Auftrag. Die KI im Programm erkennt die vorhandenen Informationen und kann anhand der Auftragsnummer den passenden Auftrag identifizieren.

Damit ist die Rechnung nicht mehr nur als Eingangsrechnung vorhanden.

Die damit verbundenen Kosten können dem Auftrag zugeordnet werden.

Und genau hier entsteht der eigentliche Mehrwert: Der Betrieb kann nachvollziehen, welche Kosten bei dem Auftrag tatsächlich angefallen sind.

Von der E-Rechnung direkt in die Nachkalkulation

Die Datenverarbeitung endet also nicht bei der Rechnung. Im Programm können zugeordnete Eingangsrechnungskosten beispielsweise nach Kostenarten wie 

  • Material, 
  • Fremdleistung, 
  • Gerät 
  • oder Sonstiges 

eingeordnet werden. 

Damit können die Kosten auch in die Nachkalkulation des jeweiligen Auftrags oder Projekts einfließen. Für den Betriebsinhaber entsteht dadurch ein deutlich vollständigeres Bild:

  • Wie viel Material wurde für den Auftrag eingekauft?
  • Welche Kosten sind bereits entstanden?
  • Wie entwickelt sich der Auftrag im Verhältnis zur ursprünglichen Kalkulation?

Die E-Rechnung liefert dafür einen Teil der notwendigen Informationen. Die Software sorgt dafür, dass diese Informationen im richtigen Zusammenhang weiterverwendet werden können.

Aus einer Rechnung werden damit Daten für die Unternehmenssteuerung. Die E-Rechnung ist nicht das Ende eines Rechnungseingangs, sondern der Anfang einer automatisierten Datenverarbeitung.

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Unser Fazit: Die Daten machen den Unterschied

Für Handwerksbetriebe eröffnet die erweiterte Datenverarbeitung die Möglichkeit, wiederkehrende manuelle Arbeitsschritte zu reduzieren und Rechnungsinformationen direkt mit den Vorgängen zu verbinden, zu denen sie gehören.

Das Programm geht dabei noch einen Schritt weiter: Durch die Verbindung von E-Rechnung, digitalem Betriebsablauf und KI können Rechnungsdaten nicht nur erfasst, sondern intelligent zugeordnet und für weitere Prozesse genutzt werden.

So wird aus einer eingehenden Rechnung ein digital verarbeiteter Geschäftsvorgang.

Und aus den Daten einer E-Rechnung können Informationen entstehen, die nicht nur für die Buchhaltung relevant sind, sondern auch für die operative Arbeit und die wirtschaftliche Steuerung deines Handwerksbetriebs.

Weiterführende Informationen

Du hast Teil 3 „E-Rechnung empfangen: Was braucht ein Handwerksbetrieb wirklich?“ verüpasst? Kein Problem. Du kannst ihn einfach nachlesen. Teil 5 „E-Rechnung richtig archivieren: Was Handwerksbetriebe beachten müssen“ aus unserer Blogbeitragsreihe zur E-Rechnung folgt am Dienstag, den 06.10.2026.

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Häufig gestellte Fragen zu Datenverarbeitung

Was passiert mit den Daten einer E-Rechnung?

Die strukturierten Daten einer E-Rechnung können von einer geeigneten Software, wie dem Programm, direkt ausgelesen und weiterverarbeitet werden. Informationen wie Lieferant, Rechnungsnummer, Beträge oder Auftragsreferenzen müssen dadurch nicht erneut manuell erfasst werden. Sie können beispielsweise für die Zuordnung der Rechnung und die weitere Verarbeitung im Betrieb genutzt werden.

Wie können E-Rechnungen automatisch verarbeitet werden?

Eine geeignete Software kann die strukturierten Rechnungsdaten übernehmen und für weitere Prozesse bereitstellen. Je nach Rechnung können Informationen automatisch erkannt, einem Lieferanten oder Auftrag zugeordnet und für die weitere Bearbeitung genutzt werden. Dadurch lassen sich manuelle Eingaben und wiederkehrende Arbeitsschritte reduzieren.

Kann eine E-Rechnung automatisch einem Auftrag zugeordnet werden?

Ja, das ist mit entsprechender Software möglich. Enthält eine Eingangsrechnung beispielsweise eine Auftragsnummer, kann „das Programm“ den passenden Auftrag erkennen und die Rechnung beziehungsweise die damit verbundenen Kosten diesem Auftrag zuordnen. So müssen Rechnungen nicht bei jedem Vorgang manuell einem Auftrag zugewiesen werden.

Wie unterstützt KI bei der Verarbeitung von Eingangsrechnungen?

KI kann dabei helfen, relevante Informationen aus Eingangsrechnungen zu erkennen und diese mit vorhandenen Unternehmensdaten zu verknüpfen. Im Programm unterstützt die KI-Eingangsrechnungserkennung beispielsweise bei der Erfassung von Lieferant, Rechnungsnummer sowie Netto- und Bruttobetrag. Ist eine Auftragsnummer vorhanden, kann sie außerdem den passenden Auftrag erkennen und die Kosten entsprechend zuordnen.

Welchen Vorteil hat die automatische Datenverarbeitung für Handwerksbetriebe?

Der größte Vorteil liegt darin, dass Rechnungsdaten nicht mehrfach manuell erfasst werden müssen. Informationen können direkt in die bestehenden betrieblichen Abläufe einfließen – beispielsweise in die Zuordnung von Kosten zu Aufträgen und Projekten oder in die Nachkalkulation. Dadurch entstehen weniger manuelle Arbeitsschritte und die vorhandenen Daten können schneller für den Betrieb genutzt werden.

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