Neue Handwerker Regelungen 2026: Das müssen Handwerksbetriebe jetzt wissen
Das neue Jahr bringt nicht nur neue Aufträge, sondern auch wichtige Änderungen für Handwerksbetriebe. 2026 treten mehrere gesetzliche Anpassungen und neue Vorgaben in Kraft, die sich auf Löhne, Ausbildung, Personalplanung und Bauprozesse auswirken. Wer früh Bescheid weiß, kann besser planen – und bleibt rechtlich auf der sicheren Seite.
Wir geben dir einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen, die du als Handwerker 2026 kennen solltest.
Inhaltsverzeichnis
Steigende Löhne: Kalkulation wird wichtiger denn je
Der gesetzliche Mindestlohn steigt 2026 ab dem 1. Januar auf 13,90 € pro Stunde.
Gleichzeitig greift die neue Minijob Regelung ab 2026 mit einer erhöhten Verdienstgrenze von 603 € monatlich.
Für viele Handwerksbetriebe bedeutet das deutlich steigende Personalkosten – besonders bei Aushilfen, Montagehelfern oder im Ausbauhandwerk.
Unser Praxistipp: Überprüfe frühzeitig Stundenverrechnungssätze, Pauschalangebote und laufende Wartungsverträge.
Wer seine Angebote sauber kalkuliert und Zeiten realistisch erfasst, vermeidet böse Überraschungen.
Branchenmindestlöhne und Wetterrisiken besser einplanen
Neben dem gesetzlichen Mindestlohn gelten in vielen Gewerken zusätzlich zum gesetzlichen Mindestlohn Handwerker Mindestlöhne. Diese Handwerker Regelungen betreffen u. a. Bau-, Ausbau- und Gerüstbaubetriebe. Neu hinzu kommt das Sommerausfallgeld für Gerüstbauer bei witterungsbedingten Ausfällen.
Wichtig für deine Planung:
- realistische Zeit- und Kostenpuffer
- klare Leistungsabgrenzungen
- saubere Zeiterfassung
Gerade bei wetterabhängigen Arbeiten helfen transparente Prozesse, Konflikte zu vermeiden.
Ausbildung 2026: Mehr Kosten, aber auch Chancen
Auch die Mindestausbildungsvergütung wird 2026 erneut angehoben. Für neu beginnende Ausbildungsverhältnisse gelten mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, mit weiteren Steigerungen in den Folgejahren. Diese Regelung ist Teil der berufsrechtlichen Regelungen im Handwerk und betrifft alle Ausbildungsbetriebe – unabhängig von Tarifbindung und sorgt für höhere laufende Kosten.
Gleichzeitig steigen die Erwartungen von Auszubildenden, Eltern und Kammern an die Struktur und Qualität der Ausbildung. Immer häufiger wird darauf geachtet, dass Ausbildungsinhalte nachvollziehbar vermittelt und dokumentiert werden – etwa durch regelmäßige Arbeits- oder Ausbildungsberichte, klar definierte Aufgaben und transparente Projektzuordnungen.
Betriebe, die ihren Ausbildungsalltag sauber organisieren, profitieren doppelt:
Sie erfüllen Nachweis- und Dokumentationspflichten leichter und positionieren sich gleichzeitig als moderner, attraktiver Ausbildungsbetrieb. Digitale Arbeitsberichte, klare Projektstrukturen und nachvollziehbare Aufgaben helfen dabei, den Überblick zu behalten – ohne zusätzlichen Papieraufwand.
Mehr Transparenz bei Löhnen: Prozesse sauber aufstellen
Bis spätestens Juni 2026 muss die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden. Sie betrifft vor allem größere Betriebe ab 100 Mitarbeitenden und bringt neue Pflichten mit sich – etwa Gehaltsspannen in Stellenausschreibungen oder Auskunftsrechte für Beschäftigte.
Auch wenn viele Handwerksbetriebe nicht direkt betroffen sind, zeigt die Entwicklung klar:

- Dokumentation,
- Nachvollziehbarkeit
- und saubere Prozesse
werden immer wichtiger. Auch kleinere Betriebe profitieren davon, wenn Löhne, Rollen und Leistungen sauber dokumentiert sind.
Schaffe daher klare Strukturen, wie einheitliche Stundensätze, dokumentierte Leistungen und nachvollziehbare Berichte
So bist du vorbereitet – egal, wie groß dein Betrieb ist.
Bauprodukte & Nachhaltigkeit: Dokumentation wird Pflicht
Auch wenn Handwerksbetriebe keine Bauprodukte herstellen, sind sie Teil der Liefer- und Nachweiskette. Mit der neuen EU-Bauproduktenverordnung (Regulation (EU) 2024/3110), die ab dem 8. Januar 2026 verbindlich gilt, steigen die Anforderungen an Produkt- und Materialinformationen – insbesondere bei größeren oder öffentlichen Bauprojekten.
Auftraggeber, Bauherren oder Planer erwarten zunehmend, dass nachvollziehbar ist, welche Materialien in welchem Auftrag verbaut wurden (z. B. für Gewährleistung, Rückfragen oder Nachhaltigkeitsnachweise).
Für Handwerksbetriebe bedeutet das keine neue Bürokratie, sondern vor allem eines: Material sollte eindeutig Aufträgen zugeordnet und nachvollziehbar dokumentiert sein. Wer später sagen kann, welches Produkt wo eingesetzt wurde, spart im Fall von Rückfragen, Mängeln oder Prüfungen Zeit und vermeidet Diskussionen.
Behalte den Überblick, statt zu reagieren
Alle Änderungen 2026 haben eines gemeinsam: Sie verlangen mehr Übersicht, bessere Planung und saubere Dokumentation – im Büro und auf der Baustelle.
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Dateien müssen einmal heruntergeladen werden, damit diese Offline verfügbar sind.

Fazit: 2026 wird einfacher für alle, die vorbereitet sind
Neue Regelungen lassen sich nicht verhindern – aber man kann sich gut darauf einstellen. Wer seine Abläufe kennt, Zahlen im Griff hat und sauber dokumentiert, bleibt handlungsfähig und spart am Ende Zeit und Nerven.
Gerade angesichts steigender Löhne, neuer Transparenzpflichten und wachsender Dokumentationsanforderungen zeigt sich: Gute Organisation ist kein Zusatzaufwand, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil. Betriebe, die früh Strukturen mit der richtigen Software schaffen, reagieren nicht nur sicherer auf gesetzliche Änderungen, sondern gewinnen auch im Alltag spürbar an Effizienz.
Unser Tipp: Nicht alles auf einmal ändern – aber heute anfangen.
FAQs zu den neuen Handwerker-Regelungen 2026
Was ändert sich 2026 beim Mindestlohn für Handwerksbetriebe?
Ab dem 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 € pro Stunde. Zusätzlich gelten in vielen Gewerken eigene Branchenmindestlöhne. Für Handwerksbetriebe bedeutet das höhere Personalkosten und eine noch wichtigere, saubere Angebots- und Nachkalkulation.
Welche Auswirkungen hat die neue Minijob-Regelung 2026?
Mit der Minijob-Regelung 2026 erhöht sich die monatliche Verdienstgrenze auf 603 €. Das bietet etwas mehr Spielraum bei Aushilfen, führt aber gleichzeitig zu höheren Lohnkosten. Betriebe sollten Minijob-Einsätze daher gezielt planen und regelmäßig prüfen, ob alternative Beschäftigungsmodelle sinnvoller sind.
Wie hoch ist die Mindestausbildungsvergütung 2026 im Handwerk?
Die Mindestausbildungsvergütung steigt 2026 auf mindestens 724 € im ersten Ausbildungsjahr, mit weiteren Erhöhungen in den Folgejahren. Diese Vorgabe gilt für alle Ausbildungsbetriebe, unabhängig von Tarifbindung, und erfordert eine frühzeitige finanzielle Planung.
Betrifft die EU-Entgelttransparenzrichtlinie auch kleine Handwerksbetriebe?
Direkt betroffen sind vor allem Betriebe ab 100 Mitarbeitenden. Dennoch lohnt es sich auch für kleinere Handwerksbetriebe, sich früh mit transparenten Lohnstrukturen, klaren Rollen und sauberer Dokumentation zu beschäftigen, da Transparenz und Nachvollziehbarkeit zunehmend erwartet werden.
Welche neuen Dokumentationspflichten kommen 2026 auf Handwerksbetriebe zu?
Durch neue EU-Vorgaben, insbesondere im Bereich Bauprodukte und Nachhaltigkeit, steigt der Bedarf an nachvollziehbarer Material- und Auftragsdokumentation. Handwerksbetriebe sollten sicherstellen, dass Materialien eindeutig Projekten zugeordnet sind, um bei Rückfragen, Mängeln oder Prüfungen schnell reagieren zu können.